Sojabohnen-Mosaikvirus tritt heuer in vielen Edamame-Beständen auf. Das Virus wird durch Spinnmilben und teilweise über das Saatgut übertragen. Die Blätter der befallenen Pflanzen sind stark gekräuselt, die Hülsen vielfach kleiner, dadurch sinkt der Ertrag. Nach meinen bisherigen Beobachtungen ist der Befall in der Regel nicht wirklich ertragsrelevant. Eine gesunde Nützlingsflora hilft, die vielfach von weither einfallenden Spinnmilben zügig zu vertilgen. Das Virus breitet sich dann im Bestand nicht weiter aus. Edamame-Sojasorten scheinen generell anfälliger zu sein als die in Europa verbreiteten Druschsoja-Sorten - vermutlich weil letztere vielfach in Amerika selektiert wurden, wo das Virus stark verbreitet ist, während die Krankheit in Japan, der Wiege der Edamame, keine Bedeutung hat.